Schmuck ist für mich weit mehr als ein dekoratives Objekt aus Edelmetall. Er ist eine verdichtete Geschichte, ein Anker im Alltag oder ein stiller Begleiter durch Zeiten der Trauer und des Wandels. Doch wie findet eine Emotion ihre Form?
In diesem Einblick nehme ich dich mit hinter die Kulissen meiner Arbeitsweise als Schmuckdesignerin und Diplom-Metallgestalterin.
1. Das Hinhören: Wenn Worte zu Bildern werden
Oft beginnt ein Schmuckstück in meinem Atelier nicht mit einer Skizze, sondern mit Stille. Wenn Menschen zu mir kommen – oft in Momenten des Umbruchs –, höre ich erst einmal nur zu. Während du mir deine Geschichte erzählst, von dem, was dich bewegt oder was dich mit einem geliebten Menschen verbindet, entstehen vor meinem inneren Auge Bilder.
Ich spüre hin: Wie erzählst du? Was leuchtet in deinen Augen auf? Es ist ein Hereinfühlen in deine Welt, um das verbindende Element zu finden. Für mich ist dieser Prozess der Empathie das wichtigste Fundament. So wird aus einem vagen Gefühl eine greifbare Idee – eine Gestaltung, die wirklich zu deinem Sinngefüge passt.
2. Die Entwurfsphase: Vom Suchen und Finden der Form
Eine Idee braucht Raum. Oft begleitet mich dein Thema über Tage hinweg im Hintergrund meines Alltags. Es ist ein ständiges Abgleichen: Ich suche nach Formen in der Natur, skizziere im Kopf und spüre nach – fühlt sich dieser Entwurf stimmig an? Ist er wahrhaftig?
Aus einer Fülle von Impulsen kristallisiere ich für dich meist drei klare Wege heraus. Ich nutze hier bewusst das Prinzip der Reduktion, um den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. Gemeinsam verfeinern wir diesen Weg. Dabei berate ich dich ehrlich zur Haptik, den Trageeigenschaften und den technischen Herausforderungen. Mein Ziel ist ein stimmiges Ganzes, das handwerklich Bestand hat.
3. Das handwerkliche Ringen: Materie wird Geist
Wenn der Entwurf steht, beginnt für mich der intensivste Teil: die physische Umsetzung. Da ich das fertige Schmuckstück in meinem Kopf bereits in jeder Facette vollendet habe, ist der Prozess am Werktisch oft ein tiefes Ringen mit der Materie. Es ist kein mechanisches Abarbeiten, sondern eine Form der Hingabe.
Dabei gehe ich oft Wege, vor denen klassische Goldschmiede zurückschrecken würden. Mein Studium hat mir den Mut gegeben, über den Tellerrand hinauszuschauen und mit unkonventionellen Techniken zu experimentieren. Die Bindung zu dir und deiner Geschichte ist dabei mein Motor. Wenn ich am Ende das fertige Stück in den Händen halte und die Resonanz bei dir spüre, weiß ich: Die Welt im Kopf hat ihren Platz in der Wirklichkeit gefunden.
Nicht nur die Form, auch der Ursprung zählt. In meinem Atelier lege ich Wert auf Verantwortung und Transparenz beim Material. Lies hier mehr darüber, woher das Gold für meine Ringe kommt
Dass ich dabei oft unkonventionelle Wege gehe, liegt an meiner Neugier und meiner Leidenschaft für das Material. Erfahre hier mehr über meinen Weg zur Metallgestalterin und was mich inspiriert.
Einladung in mein Atelier
Möchtest du eine Geschichte in Metall bannen lassen? Ich lade dich ein, diesen Prozess mit mir gemeinsam zu gehen. In meinem Atelier in Bielefeld nehmen wir uns die Zeit, die dein Projekt braucht.