Wenn ich in meinem Atelier die verschiedenen Goldlegierungen nebeneinander lege, sehe ich mehr als nur Metall. Ich sehe unterschiedliche Charaktere. Die Entscheidung für einen bestimmten Feingoldgehalt ist die Suche nach dem richtigen Ton – nach einer Nuance, die zu deinem Wesen passt.
Die Alchemie der Zwischentöne
Reines Feingold ist zu weich für ein Leben an der Hand. In der Schmelze verbinden sich Silber und Kupfer mit dem Gold, um ihm Beständigkeit zu schenken. Genau hier entsteht die Vielfalt der Farbtöne: Silber bringt ein kühles Licht hinein, Kupfer schenkt die Wärme der Erde. Je nachdem, wie diese Elemente zueinanderfinden, verändert sich das gesamte Gefühl des Schmuckstücks.
Drei Wege, das Gold zu spüren
-
750er Gold – Eine satte Präsenz Dieses Gold hat Gewicht. Mit seinem hohen Feingoldanteil trägt es eine Wärme in sich, die man nicht nur sieht, sondern spürt. Es ist ein tiefes, souveränes Leuchten. Für mich ist es das Material für Arbeiten, die eine bleibende Geschichte erzählen sollen – kraftvoll und von einer zeitlosen Farbtiefe.
-
585er Gold – Der lichte Begleiter Hier ist die Farbe dezenter, fast etwas zurückhaltender. Durch das Zusammenspiel der Metalle ist es ein sehr verlässlicher Partner für den Alltag. Es drängt sich nicht auf, sondern begleitet leise, hell und beständig.
-
900er Gold – Die pure Materie Hier kommen wir dem Ursprung sehr nah. Fast orange-warm und von einer weichen Schwere. Ein Schmuckstück aus 900er Gold ist ein Bekenntnis zum Ursprünglichen – es zeigt Gold in seiner intensivsten Form.
Welches Gold schwingt mit dir?
Es geht beim Aussuchen nicht um Vergleiche auf dem Papier. Es geht um den Moment, in dem das Metall deine Haut berührt. Welcher Ton bringt deinen Teint zum Strahlen? Welches Gewicht fühlt sich für dich „richtig“ an?
Schmuck ist eine leise Form der Kommunikation. In meinem Bielefelder Atelier lade ich dich ein, diese Unterschiede zu erleben. Wir finden gemeinsam heraus, welche Legierung die richtige Antwort auf das ist, was du ausdrücken möchtest.
3. FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen 750er und 585er Gelbgold? Der Hauptunterschied liegt im Feingoldgehalt. 750er Gold besteht zu 75 % aus reinem Gold und hat einen wärmeren, intensiveren Farbton. 585er Gold enthält 58,5 % Gold, ist farblich etwas blasser, dafür aber im Alltag sehr robust.
Warum verändert Gold seine Farbe? Feingold ist von Natur aus sattgelb. Durch das Beimischen (Legieren) von Kupfer und Silber steuern wir die Nuance. Mehr Kupfer macht das Gold rötlicher und wärmer, mehr Silber macht es heller und kühler.
Eignet sich 750er Gelbgold für Verlobungsringe? Ja, absolut. 750er Gold ist der Klassiker für hochwertige Verlobungs- und Eheringe. Es bietet die perfekte Balance zwischen einem wertvollen Goldgehalt und der nötigen Festigkeit für das tägliche Tragen.
Bietest du Beratungen zu Goldlegierungen in Bielefeld an? Ja, in meinem Atelier in Bielefeld zeige ich dir gerne verschiedene Legierungsproben. So kannst du direkt auf deiner Haut sehen, welche Goldnuance am besten mit dir schwingt.
Lust auf noch mehr Inspiration?
Wenn dich die Welt der Edelmetalle und ihre Wirkung faszinieren, laden dich diese Artikel zum Weiterlesen ein:
-
Welche Schmuckfarbe passt zu dir? – Finde heraus, welche Legierung deinen Hauttyp am schönsten unterstreicht.
-
Edelsteine und ihre Bedeutung – Von der Urkraft der Steine und ihrer Verbindung zum Gold.
-
An welcher Hand trägt man den Ring? – Ein Blick auf Traditionen und das Gefühl beim Tragen.
-
Vom Wesen der Dinge – Erfahre mehr über meine Philosophie und die Entstehung deiner Schmuckstücke.